Contactlinsen-Anpassung
ist Vertrauenssache !
Contactlinsen korrigieren Fehlsichtigkeiten unmittelbar auf der
Hornhaut. Dadurch wirken sie wie eine Barriere für den Gasaustausch
mit der Luft. Die Hornhaut ist als lebendes Gewebe auf eine ungehinderte
Sauerstoff-Zufuhr angewiesen, damit sie nicht aufquillt und eintrübt.
Bei chronischem Sauerstoffmangel verdicken sich die Zellstrukturen,
Stoffwechselschlacken lagern sich ein, die Sehschärfe verschlechtert
sich. Nicht selten kommt es zu Refraktionsschwankungen die sich
dahingehend zeigen, das man keinen stabilen Brillenglaswert erzielt.
(Das Auge zeigt keinen kontinuierlichen Refraktionszustand) Eine
Studie des Arbeitskreises Contactlinsen im BVA, zu der umfangreiche
Untersuchungen mit dem konfokalen Mikroskop gehörten, hat gezeigt,
dass Contactlinsen mit höchster Gasdurchlässigkeit während
des Beobachtungszeitraums keine Veränderungen der mikroskopischen
Schichten der Hornhaut hervorgerufen haben, obwohl sie gelegentlich
auch über Nacht getragen wurden. Contactlinsenstress der Hornhaut
kann mit diesen Linsen minimiert werden.
Deshalb fordern die Augenärzte und gute Contactlinsenspezialisten,
dass bei der Auswahl der Contactlinsen die Gasdurchlässigkeit
besonders beachtet wird. Regelmäßige Nachkontrollen sind
unerlässlich, sie beugen Komplikationen vor. Nur gesunde Augen
tolerieren Contactlinsen-Stress, auch wenn er durch moderne Materialien
erheblich reduziert wird. |